www.muska.at

Tod von Mike Whitmarsh

Trauer um Mike Whitmarsh

Freitag, 20. Februar 2009 09:25

Von: beach-volleyball.de

 

Nicht nur die amerikanische Volleyballszene trauert um eine US-Legende. Mike Whitmarsh, der u.a. an der Seite seines Partners Mike Dodd die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta gewann, ist im Alter von 46 Jahren verstorben. Laut Polizeiangaben wurde er am Dienstag, den 17. Februar, in der Garage eines Freundes in Solana Beach (Kalifornien) tot aufgefunden.

 

 

Die „Volleyball-Familie“ trauert

 

An der Seite von Michael Dodd absolvierte Mike Whitmarsh 106 Turniere. "Wenn man so lange zusammen Beach-Volleyball spielt, schweißt das zusammen. Nach der Zeit ist der andere eher ein Bruder und nicht nur ein Freund", so Dodd nach Bekanntwerden des Todes.

 

Karch Kiraly: "Ich glaube nicht, dass es einen bei den Anhängern wie auch Gegnern beliebteren Sportler gibt. So etwas findet man selten, insbesondere in einer Sportart wie Beach-Volleyball, bei der jeder um sein Preisgeld kämpft.“ Kiraly ergänzt: „Er hat viel dazu beigetragen, dass Beach-Volleyball in den späten 80er und 90er Jahren so gewachsen ist. Er war einer der Spieler, die die Fans richtig gefesselt haben."

 


Medien zu Mike Whitmarsh:

Get the Flash Player to see this player.


 

Vom Basketballer zum Beacher

 

Bevor Whitmarsh seine Karriere Anfang der 90er-Jahre im Sand begann, war der 2,06-Meter-Mann ein erfolgreicher Basketball-Spieler, der u.a. bei den Minnesota Timberwolves spielte. Nicht nur durch seine Körpergröße erregte er am Strand zu der Zeit viel Aufsehen. "Als wir ihn das erste Mal sahen, dachten wir: Oh mein Gott, wer ist dieser Kerl", erinnert sich Dodd. Er war größer und sprang höher als alle, die wir zuvor im Sand gesehen hatten. Aber er hatte keine Ahnung, wie man Volleyball spielt und keinen Armzug. Dann ist er nach Manhatten Beach umgezogen und hat sich das hart erarbeitet."

 

Kiraly hebt den späte Einstieg hervor: “Er ist mit einem echten Nachteil gestartet. Den Sport so spät zu Erlernen, wie er es gemacht hat, und einer der weltbesten Spieler zu werden, ist eine absolut verblüffende Leistung.

 

 

Große Erfolge trotz späten Starts

 

Mike Whitmarsh feierte insgesamt 25 Turniersiege auf der stark besetzten US-Tour und verdiente damit 1.4 Million US-Dollar. Bei Turnieren der FIVB World Tour stand er neunmal im Finale und dreimal ganz oben auf dem Treppchen.

 

Sein größter Erfolg gelang ihm im Jahr 1996: Bei der Olympia-Premiere im eigenen Land zog er gemeinsam mit Mike Dodd ins Finale ein, in dem sie sich letztendlich Kiraly/Steffes geschlagen geben mussten.

 

„Er war ein unglaublicher Athlet,“ so Dodd. „Zu seiner besten Zeit kam er am Netz höher und stand länger in der Luft, als jeder andere. Aber richtig beeindruckend war seine Schnelligkeit.“

 

Whitmarsh spielte sein letztes FIVB Match im Jahr 2003 und beendete seine AVP-Karriere 2004 im Alter von 42 Jahren.

 

Die näheren Umstände seines Todes, bei dem laut unbestätigten Berichten von einem Selbstmord ausgegangen wird, sind nicht bekannt. Er hinterlässt seine Frau Cindy sowie die beiden Töchter Jaden und Kendall.

Seite zuletzt geändert am: 20.02.2009, 14:55 von AdministratorPowered by Website Baker - © www.muska.at Pagehits: 4423 (Today: 3)